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20 Antworten rund um Komposter und Kompostierung

Hier finden Sie kompakte Antworten zu Bauformen, Kaufberatung, Befüllung, Rotte und Standort – sortiert nach Themenbereich.

Fragen nach Themenbereich

Ein offener Komposter aus Holz, Metall oder Steckelementen hat keinen Deckel: Er wird von oben befüllt, ist sehr gut belüftet und meist günstiger, gibt Wärme und Feuchtigkeit aber an die Umgebung ab. Ein geschlossener Komposter hält Wärme und Geruch weitgehend im Behälter und erschwert Nagern den Zugang von oben. Steht der Behälter in Sichtweite der Terrasse, sprechen Geruch und Optik für die geschlossene Bauweise; hinten an der Hecke reicht ein offenes Kompostsilo.

Ein Thermokomposter ist ein geschlossener Behälter mit doppelwandiger oder isolierter Wand. Die Dämmung hält die Rottewärme im Inneren, sodass die Mikroorganismen auch bei kühlerem Wetter weiterarbeiten. Die Thermokomposter in unserem Vergleich fassen 420 bis 1.065 Liter. Angaben zur Rottedauer stammen dabei immer vom Hersteller – wie schnell es tatsächlich geht, hängt an Befüllung, Feuchtigkeit und Jahreszeit.

Ein Bokashi-Eimer kompostiert nicht, er fermentiert: Küchenabfälle werden schichtweise mit Effektiven Mikroorganismen eingestreut und im luftdicht verschlossenen Eimer vergoren. Nach zwei bis vier Wochen entsteht ein saures Vorprodukt, das in Beet oder Kompost eingearbeitet wird, dazu Bokashi-Saft aus dem Ablasshahn. Für Wohnungen ohne Garten ist das die Lösung, die ohne Außenfläche auskommt – Ferment und Mikroorganismen müssen Sie allerdings laufend nachkaufen.

In einem Wurmkomposter arbeiten Kompostwürmer in gestapelten Etagen: Sie wandern nach oben in die frisch befüllte Ebene, unten bleibt Wurmhumus zurück, in der Bodenwanne sammelt sich flüssiger Wurmtee. Das Gerät ist leise, geruchsarm und passt auf Balkon oder in den Hausflur. Die Würmer selbst liegen selten bei und werden getrennt bestellt; unter 10 °C und über 20 °C arbeiten sie deutlich langsamer.

Ein Trommelkomposter steht erhöht auf einem Gestell und wird per Drehung durchmischt – das spart das Umsetzen mit der Grabegabel und hält Nager fern. Der Preis dafür ist das Volumen: Das Modell in unserem Vergleich fasst 163 Liter, die Gartenkomposter dort beginnen bei 420 Litern. Sinnvoll ist die Bauform für Küchenabfälle und kleine Mengen Grünschnitt, nicht als einziger Behälter für einen großen Garten.

Als Faustregel gilt: Für einen Garten bis rund 300 m² reichen 300 bis 600 Liter, ab 300 m² sollten es 600 Liter oder mehr sein. Wichtiger als der Maximalwert ist die anfallende Menge – ein zu kleiner Behälter ist im ersten Herbst voll, ein zu großer kommt nie auf Temperatur, weil die Masse fehlt. Die Gartenkomposter in unserem Vergleich reichen von 420 bis 1.065 Litern.

Ein Bodengitter – oft als Mäusegitter verkauft – liegt unter dem Behälter und erschwert Wühlmäusen und Ratten den Zugang von unten, ohne den Bodenkontakt zu unterbinden. Im Lieferumfang ist es die Ausnahme: In den ausgewerteten Rezensionen berichten mehrere Käufer, dass sie Hasendraht oder ein Wühlmausgitter selbst untergelegt haben. Wenn Sie auf humusreichem, feuchtem Boden kompostieren, planen Sie es besser gleich mit ein.

Verzinktes Metall erzielt in unserer Teilnote für Verarbeitung und Langlebigkeit den besten Wert im bewerteten Feld und gilt damit als am unempfindlichsten gegen Witterung. Zwischen Holz und Kunststoff ist die Reihenfolge nicht so klar, wie man erwarten würde: Bei den beiden Holzkompostern in unserem Vergleich sind Astlöcher, feuchtes Holz bei Lieferung, gebrochene Abdeckleisten und schwache Beschläge die häufigsten Kritikpunkte, bei den bewerteten Kunststoffkompostern sind es dünne Seitenwände, die sich unter der Füllmasse nach außen wölben, und ausbrechende Steckverbindungen – und das schlägt in unserer Teilnote für Verarbeitung und Langlebigkeit im Schnitt sogar noch etwas stärker durch. Das steht bei mehreren Geräten im Vergleich in den Nachteilen, nicht im Datenblatt; verlassen Sie sich deshalb eher auf die Teilnote des jeweiligen Geräts als auf das Material allein.

Die zwölf Geräte in unserem Vergleich liegen zwischen 44,99 € und 239,90 €. Ein geschlossener Gartenkomposter beginnt bei rund 45 € mit 300 Litern und bei rund 67 € mit 600 Litern; ein langlebiger Steckbehälter ist ab rund 115 € zu haben, ein Metallbehälter schon ab rund 90 €, und gedämmte Thermokomposter liegen zwischen rund 144 und 240 € – das teuerste davon ist das größte Modell mit 1.065 Litern für 239,90 €. Preise ändern sich – auf jeder Produktseite steht das Datum, auf das sich der Preis bezieht.

Ein Deckel hält Starkregen ab, der den Kompost auskühlt und Nährstoffe auswäscht, und er erschwert Vögeln und Nagern den Zugang von oben. Offene Bauformen wie Holz- oder Metallkomposter haben bauartbedingt keinen; dort übernimmt eine Lage Grasschnitt, Laub oder eine lose Abdeckplane diese Aufgabe. Wer Küchenabfälle kompostiert, fährt mit einem geschlossenen Behälter deutlich ruhiger.

Nicht hinein gehören gekochte Speisereste, Fleisch, Fisch und Knochen – sie locken Ratten an. Ebenso wenig Katzenstreu, Hunde- und Katzenkot, kranke Pflanzenteile, samentragendes und wurzelndes Unkraut wie Giersch oder Quecke sowie beschichtetes Papier, Hochglanzdruck und Asche aus Kohle- oder Grillbriketts. Alles davon bleibt entweder im fertigen Kompost problematisch oder verteilt sich später im Beet.

In kleinen Mengen ja. Schalen von Zitronen, Orangen und Mandarinen verrotten langsamer als anderes Obst und senken bei größeren Mengen den pH-Wert, was Regenwürmer meiden. Zerkleinern Sie die Schalen und verteilen Sie sie über mehrere Lagen, statt die Schalen einer ganzen Saftpresse auf einmal einzufüllen. Bei Schalen aus konventionellem Anbau gilt dasselbe wie für alle behandelten Früchte: gründlich abwaschen oder weglassen.

Unten beginnt eine etwa 20 cm hohe Lage aus grobem Material – zerkleinerte Äste oder Strauchschnitt –, damit Luft von unten nachströmt und Staunässe abzieht. Darüber wechseln sich feuchte, stickstoffreiche Abfälle (Rasenschnitt, Küchenabfälle) und trockene, kohlenstoffreiche ab (Laub, Stroh, Häckselgut); dieses Verhältnis heißt C/N-Verhältnis und ist der wichtigste Hebel für die Rotte. Die Mischung sollte feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm, nicht nass.

In einem offenen Komposter dauert es je nach Jahreszeit und Material 9 bis 12 Monate bis zum fertigen, krümeligen Humus. Geschlossene Behälter und Thermokomposter halten die Wärme besser und verkürzen das laut Herstellerangaben deutlich – die genannten Zeiträume setzen allerdings regelmäßiges Befüllen und eine ausgewogene Mischung voraus. Frischkompost, der sich zum Mulchen eignet, haben Sie meist schon nach drei bis fünf Monaten.

Zwingend ist es nicht, aber es beschleunigt die Rotte spürbar. Beim Umsetzen nach drei bis sechs Monaten kommt Sauerstoff an das Material, die äußeren, trockeneren Lagen wandern nach innen, und Sie sehen sofort, ob die Mischung zu nass oder zu trocken ist. In einem Trommelkomposter übernimmt die Drehung diese Aufgabe; in hohen, schmalen Thermokompostern lässt sich kaum umsetzen – dort ersetzt gute Belüftung den Handgriff.

Ja, die Rotte kommt bei Frost fast zum Stillstand und läuft ab etwa 5 °C wieder an. Sie können durchgehend weiter befüllen; je größer die Masse im Behälter, desto länger hält sie ihre Wärme. Geschlossene und gedämmte Behälter sind hier klar im Vorteil, eine zusätzliche Lage Laub oder Stroh auf dem Material hilft zusätzlich. In der Wohnung laufen Bokashi-Eimer und Wurmkomposter ohnehin ganzjährig weiter.

Meistens nicht. Was die Rotte wirklich antreibt, ist die Mischung aus feuchtem und trockenem Material, ausreichend Volumen und Luft – ein Beschleuniger kann das nicht ersetzen. Sinnvoll ist er in zwei Fällen: beim ersten Ansetzen eines neuen Behälters und bei sehr viel Laub im Herbst, das von sich aus langsam verrottet. Eine Schaufel fertiger Kompost oder Gartenerde wirkt als Starthilfe ähnlich.

Ideal ist ein halbschattiger, windgeschützter Platz mit direktem Bodenkontakt, damit Würmer und Bodenlebewesen einwandern können – auf Beton oder Platten funktioniert die Rotte deutlich schlechter. Volle Sonne trocknet den Kompost aus, dauerhafter Schatten hält ihn zu kühl und zu nass. Denken Sie an die Zufahrt mit der Schubkarre und an den Abstand zur Grundstücksgrenze: Der ist im Nachbarrechtsgesetz des jeweiligen Bundeslands geregelt und liegt meist zwischen 0,5 und 1 Meter.

Der wirksamste Hebel ist die Befüllung: Keine gekochten Speisereste, kein Fleisch, kein Fisch, kein Brot. Dazu ein geschlossener Behälter mit dicht schließendem Deckel und ein Bodengitter, das den Zugang von unten erschwert – beides macht den Komposter für Nager unattraktiv, ohne ihn zu einem sicheren Verschluss zu machen. Halten Sie den Bereich um den Behälter frei und einsehbar; Ratten meiden offene Flächen.

Fauliger Geruch nach Ammoniak oder Silage heißt fast immer: zu nass und zu wenig Luft. Auslöser ist meist zu viel frischer Rasenschnitt oder Küchenabfall auf einmal, der zusammensackt und verdichtet. Mischen Sie grobes, trockenes Material unter – Häckselgut, Laub, zerknülltes Papier – und setzen Sie den Kompost einmal um. Ein geschlossener Behälter hält den Geruch weitgehend im Inneren, behebt die Ursache aber nicht.